Rundum fair 2018

Faires Frühstück & Faire Mode

22. September, 11 bis 14 Uhr
Münsterplatz Bonn

Wir – ein breites Bündnis von Initiativen und Vereinen – laden Sie herzlich zur Rundum Fair 2018 auf dem Bonner Münsterplatz ein!

Auf der Rundum Fair möchten wir Sie im Rahmen eines Fairen Frühstücks und einer Fairen Modenschau über die vielen Aspekte des Fairen Handels informieren. Dabei ist uns wichtig zu zeigen, dass der Faire Handel überzeugt …

  • mit fairen Preisen und Arbeitsbedingungen für die ProduzentInnen – denn so können sie ihre Zukunft in die eigenen Hände nehmen
  • mit Qualität – denn fairer Kaffee, Tee oder Saft schmecken einfach gut
  • mit Stil – denn fair produzierte Kleidung sieht attraktiv und modisch aus 

Zu den Veranstaltern gehören die Frauenrechtsorganisation FEMNET, die Fair Trade Town Bonn Steuerungsgruppe, das Lokale Agenda-Büro Bonn, das Katholisches Stadtdekanat Bonn, der Weltladen Bonn, die Verbraucherzentrale NRW u.v.m.

Programm

Faires Frühstück & Faire Modenschau

Beim kostenlosen Fairen Frühstück können Sie viele leckere, fair gehandelte Lebensmittel probieren. Auf dem „Catwalk“ zeigen wir Ihnen ab 13 Uhr fair produzierte Shirts, Röcke und Hosen der Bonner Geschäfte und Modelabels Alma & Lovis, Kiss the Inuit, La Creole und Maas Natur.

Konsumkritischer Stadtrundgang

Was steckt hinter der Produktion meiner Schokolade? Was bedeutet es, Kleidung unter fairen Bedingungen herzustellen? Die Greenwalker gehen bei ihren Stadtspaziergängen in Bonn diesen und anderen Fragen nach und binden die TeilnehmerInnen durch interaktive Methoden mit ein. Dabei werden Themen des globalen Konsums kritisch beleuchtet und konkrete Bonner Alternativen aufgezeigt.

Um 14:30 Uhr können Sie an einem kostenlosen Stadtrundgang der Greenwalker zum Thema öko-faire Kleidung teilnehmen.

Infostände & mehr

Daneben gibt es auf der Rundum Fair:

  • Interviews mit ExpertInnen
  • Infostände der beteiligten Organisationen
  • Informationen zum Fairen Handel

Hier gibt es unseren Veranstaltungs-Flyer zum Download!

11 Uhr

Beginn des Frühstücks

13 Uhr

Modenschau

14 Uhr

Ende der Rundum Fair

14:30 Uhr

Stadtrundgang mit den Greenwalkern zum Thema öko-faire Kleidung

MEHR INFOS

Die Rundum Fair ist eine Veranstaltung im Rahmen der Fairen Woche, die jedes Jahr deutschlandweit Mitte September stattfindet. Zahlreiche Veranstaltungen laden dazu ein, den Fairen Handel und die Menschen, die sich dafür engagieren, kennenzulernen und Hintergrundwissen sowie praktische Tipps zu erhalten.

Faire Woche in Bonn: vom 14. September bis 1. Oktober

Auch für die diesjährige Faire Woche zum Thema „Gemeinsam für ein gutes Klima“ haben wieder viele engagierte Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen ein buntes Programm mit über 2.000 Aktionen aufgestellt. In Bonn locken vom 14. September bis 1. Oktober viele Veranstaltungen – darunter Vorträge, eine Kleidertauschparty, Aktionen in Kantinen, Gottesdienste und eine Theatervorstellung. Mit den sozialen Folgen der Globalisierung beschäftigen sich 10 Dokumentar- und Spielfilme, die auf dem Filmfestival Filmfair im Woki vom 21. Bis 30. September zu sehen sind. 

Eine Übersicht über die zahlreichen Bonner Veranstaltungen bietet das städtische Programmheft, das an vielen Stellen in Bonn ausliegt – und das Sie hier als PDF herunterladen können.

Klimawandel und Fairer Handel

Wie hängt der Klimawandel mit dem Fairen Handel zusammen? Ziemlich eng: Von den Folgen des Klimawandels sind die KleinbäuerInnen des Globalen Südens schon jetzt sehr stark betroffen – die zunehmenden Klimaextreme bedrohen ihre wirtschaftliche Existenz. Der Faire Handel unterstützt die ProduzentInnen dabei, sich an den Klimawandel anzupassen und fördert Klimaschutzprojekte. Nur gemeinsam sind ein gutes Klima und eine gesicherte Zukunft möglich!

Die Herstellung konventioneller Lebensmittel orientiert sich meist daran, wo und wie mit minimalen Kosten produziert werden kann. Dabei bleiben vor allem diejenigen, deren Stimme am wenigsten gehört wird, mit ihren Forderungen nach angemessener Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen auf der Strecke: die vielen Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die weltweit einen Großteil unserer Nahrungs- und Genussmittel anbauen. 

Arbeit zu Hungerlöhnen

So kommt es, dass BananenproduzentInnen zu Hungerlöhnen und ohne feste Arbeitsverträge auf Großplantagen arbeiten und dass Kinderarbeit im Kakaoanbau in Westafrika weit verbreitet ist. Außerdem reicht das hart erarbeitete Einkommen der Bäuerinnen und Bauern oft nicht, die eigene Familie angemessen zu versorgen und die Kinder zur Schule schicken zu können. Und das, damit wir ein paar Cent weniger zahlen? Leider sind dies Fakten, die auf den Etiketten der Produkte im Supermarkt oder Discounter nicht zu finden sind. 

Alternative: Fairer Handel

Eine Alternative dazu bietet der Faire Handel, der nicht vom günstigen Endpreis im Ladenregal her denkt, sondern vom angemessenen Lohn der ProduzentInnen in den Ländern des Globalen Südens. Der Faire Handel ist längst über Kaffee, Bananen und Jutetaschen hinausgewachsen und bietet heute unzählige individuelle und kreative Produkte für jeden Geschmack und Geldbeutel. 

Fair, nachhaltig und hochwertig

Neben dem Gedanken der Fairness und der Nachhaltigkeit sind heute auch die Qualität und die Sortenvielfalt sehr wichtig. Viele Lebensmittel des Fairen Handels sind aus biologischem Anbau und erfüllen höchste Ansprüche. Alle Lebensmittel sind vegetarisch und sehr viele auch vegan. Die Hersteller achten bei der Produktion von verarbeiteten Lebensmitteln darauf, so wenig Zusatzstoffe wie möglich zu verwenden und die Zutaten möglichst hochwertig auszuwählen.

Einen kleinen Ausschnitt aus dieser Vielfalt möchten wir Ihnen bei unserem Fairen Frühstück zeigen. Wir bedanken uns hierfür auch bei zahlreichen Spenderinnen und Spender, die faire Produkte zum Frühstück beisteuern!

Immer wieder gibt es Katastrophen in den Bekleidungsfabriken Asiens: Brände wie in der Fabrik Tazreen am 24. November 2012 in Bangladesch mit 125 Toten oder der Einsturz des Rana Plaza am 24. April 2013 mit über 1100 Toten. Oder der schreckliche Brand in der Fabrik Ali Enterprises in Pakistan am 11. September 2012 mit fast 300 Toten. Viele deutsche Marken sind mitverantwortlich: vor allem KiK, aber auch andere und vermutlich wird es zukünftig weitere Schreckensnachrichten geben. 

Öko-faire Kleidung

Aber es geht auch anders! Auf dem Bonner Münsterplatz stellen wir Ihnen im Rahmen unserer Fairen Modenschau öko-faire Modelabels und Modeläden aus Bonn vor. Auf dem „Catwalk“ präsentieren sie ihre Kollektionen.

In der Broschüre von FEMNET „Fair, Fair, Fair sind alle meine Kleider“ finden Sie Informationen, in welchen Bonner Geschäften Sie öko-faire Kleidung kaufen können.

Vorzeigeprojekt des Fairen Handels: PREDA

Die PREDA-Stiftung ist eine philippinische Organisation, die sich seit über 40 Jahren für die Rechte von Kindern und eine gerechte soziale Entwicklung engagiert. PREDA setzt dabei vor allem auf den Fairen Handel, um die weit verbreitete Armut zu bekämpfen – eine Hauptursache für die sexuelle Ausbeutung von Kindern. Denn: Aus der Not heraus ziehen viele Familien und Kinder ohne Begleitung vom Land in die Städte. Ohne Kontakte und soziale Absicherung sind dort informelle Beschäftigungen, Kleinkriminalität und Prostitution für viele die einzigen Möglichkeiten, sich über Wasser zu halten.

Fairer Handel mit Mangos

Hier setzt PREDA an: Die Organisation sorgt für gute und sichere Einkommen für viele Familien von KleinbäuerInnen, indem sie Mangos kauft und unter fairen Bedingungen in eigenen Fabriken zu zahlreichen Produkten verarbeitet (z. B. Fruchtaufstriche, Sirup, Fruchtgummi, getrocknete Mangos, Püree , Likör). In den Verarbeitungsanlagen sind mittlerweile über tausend sichere Arbeitsplätze entstanden. Einer der langjährigen und großen Handelspartner von PREDA ist die deutsche Fair-Handelsorganisation dwp aus Ravensburg, von der viele Weltläden die Mangoprodukte beziehen.

Gegen Kinder-Elend in den Gefängnissen

Das Elend der Kinder in philippinischen Gefängnissen war Anlass für den irischen Pater Shay Cullen, die Organisation 1974 zu gründen: Lange Zeit waren auf den Philippinen bereits Kinder mit 9 Jahren strafmündig, weshalb viele für Jahre in Gefängnissen landeten – teils wegen kleinster Straftaten wie Taschendiebstahl oder aufgrund leerer Anschuldigungen. Sie wurden dabei nicht von Erwachsenen oder Schwerverbrechern getrennt, was ihre Situation sehr gefährlich machte. Die Prostitution von Minderjährigen ist ein weiteres Problem, das PREDA von Anfang an anprangerte. Neben der nationalen und internationalen Kampagnenarbeit holt PREDA Mädchen und Jungen aus Gefängnissen und Bordellen und ermöglicht ihnen in eigenen Häusern ein sicheres und begleitetes Leben.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu PREDA gibt es bei dwp und beim Tatort-Verein der Kölner Tatort-Darsteller, der sich zusammen mit PREDA für Gefängniskinder engagiert.

Gefördert aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen über Engagement Global und durch die Bundesstadt Bonn.

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