Rundum fair 2019

Faires Frühstück & Faire Mode

Samstag, 28. September
11 bis 14 Uhr
Münsterplatz Bonn

Wir – ein breites Bündnis von Initiativen und Vereinen – laden Sie herzlich zur Rundum Fair 2019 auf dem Bonner Münsterplatz ein!

Auf der Rundum Fair möchten wir Sie im Rahmen eines Fairen Frühstücks und einer Fairen Modenschau über die vielen Aspekte des Fairen Handels informieren. Dabei ist uns wichtig zu zeigen, dass der Faire Handel überzeugt …

  • mit fairen Preisen und guten Arbeitsbedingungen für die ProduzentInnen – denn so können sie ihre Zukunft in die eigenen Hände nehmen
  • mit Qualität – denn fairer Kaffee, Tee oder Saft schmecken einfach gut
  • mit Stil – denn fair produzierte Kleidung sieht attraktiv und modisch aus 

Zu den Veranstaltern der Rundum Fair gehören die Frauenrechtsorganisation Femnet, die Fair Trade Town Bonn Steuerungsgruppe, das Lokale Agenda-Büro Bonn, das Katholisches Stadtdekanat Bonn, terres des hommes Bonn, die Verbraucherzentrale NRW und der Weltladen BonnViele weitere Organisationen präsentieren ihre Arbeit außerdem an Infoständen.

Programm

Faires Frühstück & Faire Modenschau

Beim kostenlosen Fairen Frühstück können Sie viele leckere, fair gehandelte Lebensmittel probieren. Auf dem „Catwalk“ zeigen wir Ihnen ab 12:45 Uhr fair produzierte Shirts, Röcke und Hosen der Bonner Geschäfte und Modelabels Kiss the Inuit, La Creole, Maas Natur und Shipsheip.

Konsumkritischer Stadtrundgang

Was steckt hinter der Produktion meiner Schokolade? Was bedeutet es, Kleidung unter fairen Bedingungen herzustellen? Die Greenwalker gehen bei ihren Stadtspaziergängen in Bonn diesen und anderen Fragen nach und binden die TeilnehmerInnen durch interaktive Methoden mit ein. 

Bei dem kostenfreien Rundgang im Anschluss an die Rundum Fair (Start: 14:15 Uhr, Treffpunkt: Bottlerplatz/Sterntor) dreht sich alles um das Thema Fußball und Fairplay – in Sport, Alltag und Welthandel.

Kleidertausch

Am Infostand des ZeSaBo (Zentrallager Sachspenden Bonn) wird während der Rundum Fair Kleidung zum Tauschen angeboten. Interessierte können bis zu 5 gewaschene und unbeschädigte Kleidungsstücke mitbringen und gegen andere Kleidung eintauschen.

Logo ZeSaBoDas ZeSaBo ist ein großes Logistikzentrum für die zentrale Spendenannahme und dezentrale Verteilung an alle, die sich um hilfsbedürftige Menschen kümmern. Als gemeinnütziger Verein beschäftigt ZeSaBo ausschließlich Ehrenamtliche, die am Infostand auf der Rundum Fair über ihre Erfahrungen zu Spendenqualität, Nachhaltigkeit und der Freude am Engagement informieren. Kleiderspenden können hier leider nicht angenommen werden (dafür ist das ZeSaBo in der Endenicher Straße 95 am 28.9. von 11 bis 15 Uhr geöffnet).

Infostände & mehr

Daneben gibt es auf der Rundum Fair:

  • Interviews mit ExpertInnen
  • Infostände der beteiligten Organisationen
  • Informationen zum Fairen Handel

Hier können Sie unseren Veranstaltungs-Flyer und die Pressemeldung herunterladen!

Und wer nach der Rundum Fair noch hungrig ist: Im Anschluss findet auf dem Münsterplatz von 14 Uhr bis 20 Uhr das Agrikulturfestival statt, das gutes Essen mit einem Markt lokaler Initiativen feiert – vom Acker bis zum Kompost!

11:00 Uhr

Beginn des Frühstücks

12:45 Uhr

Modenschau

14:00 Uhr

Ende der Rundum Fair

14:15 Uhr

Stadtrundgang mit den Greenwalkern zum Thema „Fußball und Fairplay“

MEHR INFOS

Die Rundum Fair ist eine Veranstaltung im Rahmen der Fairen Woche, die jedes Jahr deutschlandweit in den letzten beiden Septemberwochen stattfindet. Zahlreiche Veranstaltungen laden dazu ein, den Fairen Handel kennenzulernen und die vielen Menschen, die sich dafür engagieren. Die Bandbreite der Aktionen ist groß – sie reicht von Verkostungen über Filmvorführungen und Gottesdiensten bis hin zu Diskussionsveranstaltungen und Kleidertausch. 

Faire Woche in Bonn: vom 13. bis 30. September

Auch für die diesjährige Faire Woche zum Thema „Gleiche Chancen durch Fairen Handel“, bei der sich alles um die Gleichberechtigung der Geschlechter dreht, haben wieder viele engagierte Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen ein buntes Programm mit über 2.000 Aktionen aufgestellt. Auch Bonn steuert vom 13. bis 30. September rund 70 Aktionen bei. Mit den sozialen Folgen der Globalisierung beschäftigen sich 10 Dokumentar- und Spielfilme, die auf dem Filmfestival Filmfair im Woki vom 20. bis 30. September zu sehen sind. 

Eine Übersicht über die zahlreichen Bonner Veranstaltungen bietet das städtische Programmheft, das sie als PDF herunterladen können und das auch an vielen Stellen in Bonn ausliegt.

Gleiche Chancen durch Fairen Handel

Frauen und Mädchen sind weltweit immer noch benachteiligt – auf gesellschaftlicher, finanzieller und politischer Ebene. So verdienen sie häufig deutlich weniger als Männer und sind öfter von Armut betroffen – von den 700 Millionen Menschen in extremer Armut sind 70 % Frauen. Vor allem in vielen Ländern des Südens haben sie weniger Zugang zu Bildung, Geld, Krediten und anderen Bereichen der Infrastruktur. Andererseits ergeben Studien, dass eine Stärkung von Frauen ganz besonders der Gemeinschaft zugutekommt.

Der Faire Handel sorgt für mehr Gerechtigkeit unter den Geschlechtern: Fair Handels-Unternehmen lehnen Geschlechterdiskriminierung ab und setzen sich aktiv für eine Gleichberechtigung ein. Frauen bekommen einen gerechten Lohn, werden in Entscheidungsprozesse einbezogen und haben Zugang zu Bildung und Weiterbildungen. Damit trägt der Faire Handel dazu bei, dass Strukturen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft so gestaltet werden, dass Frauen ihr volles Potenzial entfalten können.

Die Herstellung konventioneller Lebensmittel orientiert sich meist daran, wo und wie mit minimalen Kosten produziert werden kann. Dabei bleiben vor allem diejenigen, deren Stimme am wenigsten gehört wird, mit ihren Forderungen nach angemessener Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen auf der Strecke: die vielen Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die weltweit einen Großteil unserer Nahrungs- und Genussmittel anbauen. 

Arbeit zu Hungerlöhnen

So kommt es, dass BananenproduzentInnen zu Hungerlöhnen und ohne feste Arbeitsverträge auf Großplantagen arbeiten und dass Kinderarbeit im Kakaoanbau in Westafrika weit verbreitet ist. Außerdem reicht das hart erarbeitete Einkommen der Bäuerinnen und Bauern oft nicht, die eigene Familie angemessen zu versorgen und die Kinder zur Schule schicken zu können. Und das, damit wir ein paar Cent weniger zahlen? Leider sind dies Fakten, die auf den Etiketten der Produkte im Supermarkt oder Discounter nicht zu finden sind. 

Alternative: Fairer Handel

Eine Alternative dazu bietet der Faire Handel, der nicht vom günstigen Endpreis im Ladenregal her denkt, sondern vom angemessenen Lohn der ProduzentInnen in den Ländern des Globalen Südens. Der Faire Handel ist längst über Kaffee, Bananen und Jutetaschen hinausgewachsen und bietet heute unzählige individuelle und kreative Produkte für jeden Geschmack und Geldbeutel. 

Fair, nachhaltig und hochwertig

Neben dem Gedanken der Fairness und der Nachhaltigkeit sind heute auch die Qualität und die Sortenvielfalt sehr wichtig. Viele Lebensmittel des Fairen Handels sind aus biologischem Anbau und erfüllen höchste Ansprüche. Alle Lebensmittel sind vegetarisch und sehr viele auch vegan. Die Hersteller achten bei der Produktion von verarbeiteten Lebensmitteln darauf, so wenig Zusatzstoffe wie möglich zu verwenden und die Zutaten möglichst hochwertig auszuwählen.

Einen kleinen Ausschnitt aus dieser Vielfalt möchten wir Ihnen bei unserem Fairen Frühstück zeigen. Wir bedanken uns hierfür auch bei zahlreichen Spenderinnen und Spender, die faire Produkte zum Frühstück beisteuern!

Immer wieder gibt es Katastrophen in den Bekleidungsfabriken Asiens: Brände wie in der Fabrik Tazreen am 24. November 2012 in Bangladesch mit 125 Toten oder der Einsturz des Rana Plaza am 24. April 2013 mit über 1100 Toten. Oder der schreckliche Brand in der Fabrik Ali Enterprises in Pakistan am 11. September 2012 mit fast 300 Toten. Viele deutsche Marken sind mitverantwortlich: vor allem KiK, aber auch andere und vermutlich wird es zukünftig weitere Schreckensnachrichten geben. 

Öko-faire Kleidung

Aber es geht auch anders! Auf dem Bonner Münsterplatz stellen wir Ihnen im Rahmen unserer Fairen Modenschau öko-faire Modelabels und Modeläden aus Bonn vor. Auf dem „Catwalk“ präsentieren sie ihre Kollektionen.

Im Einkaufsführer von Femnet „Faire Mode – Schöne Mode“ finden Sie Informationen, in welchen Bonner Geschäften Sie öko-faire Kleidung kaufen können.

Vorzeigeprojekt des Fairen Handels: PREDA

Die PREDA-Stiftung ist eine philippinische Organisation, die sich seit über 40 Jahren für die Rechte von Kindern und eine gerechte soziale Entwicklung engagiert. PREDA setzt dabei vor allem auf den Fairen Handel, um die weit verbreitete Armut zu bekämpfen – eine Hauptursache für die sexuelle Ausbeutung von Kindern. Denn: Aus der Not heraus ziehen viele Familien und Kinder ohne Begleitung vom Land in die Städte. Ohne Kontakte und soziale Absicherung sind dort informelle Beschäftigungen, Kleinkriminalität und Prostitution für viele die einzigen Möglichkeiten, sich über Wasser zu halten.

Fairer Handel mit Mangos

Hier setzt PREDA an: Die Organisation sorgt für gute und sichere Einkommen für viele Familien von KleinbäuerInnen, indem sie Mangos kauft und unter fairen Bedingungen in eigenen Fabriken zu zahlreichen Produkten verarbeitet (z. B. Fruchtaufstriche, Sirup, Fruchtgummi, getrocknete Mangos, Püree , Likör). In den Verarbeitungsanlagen sind mittlerweile über tausend sichere Arbeitsplätze entstanden. Einer der langjährigen und großen Handelspartner von PREDA ist die deutsche Fair-Handelsorganisation dwp aus Ravensburg, von der viele Weltläden die Mangoprodukte beziehen.

Gegen Kinder-Elend in den Gefängnissen

Das Elend der Kinder in philippinischen Gefängnissen war Anlass für den irischen Pater Shay Cullen, die Organisation 1974 zu gründen: Lange Zeit waren auf den Philippinen bereits Kinder mit 9 Jahren strafmündig, weshalb viele für Jahre in Gefängnissen landeten – teils wegen kleinster Straftaten wie Taschendiebstahl oder aufgrund leerer Anschuldigungen. Sie wurden dabei nicht von Erwachsenen oder Schwerverbrechern getrennt, was ihre Situation sehr gefährlich machte. Die Prostitution von Minderjährigen ist ein weiteres Problem, das PREDA von Anfang an anprangerte. Neben der nationalen und internationalen Kampagnenarbeit holt PREDA Mädchen und Jungen aus Gefängnissen und Bordellen und ermöglicht ihnen in eigenen Häusern ein sicheres und begleitetes Leben.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu PREDA gibt es bei WeltPartner und beim Tatort-Verein der Kölner Tatort-Darsteller, der sich zusammen mit PREDA für Gefängniskinder engagiert.

RÜCKBLICK

Gefördert aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen über Engagement Global, durch die Bundesstadt Bonn und TransFair e.V. / Fairtrade Deutschland

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